Freitag, 22. September 2017

1938: "Jüngling mit Speer" wacht über die ehemalige Hauswirtschafts-/Handarbeitslehrerin: Malo Röhm.

Die oben abgebildete Statue, des Künstlers: Fritz von Gräfenitz, wurde von der "Baumwollspinnerei Unterhausen" (BSU), anlässlich der Einweihung der "Herbert Norkus Schule", heute "Karl Bröger Schule", gestiftet.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein.                                                                               Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 18. September 2017

1930er Jahre: So sah der Arbeitsplatz beim Tuffsteinabbau im Honauer Steinbruch aus.



Fotos: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                       eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 17. September 2017

1932: Neu beschaffte Steinformmaschine der ehemaligen Firma Gebr. Mäule (Willi, Otto, Ernst, Oskar), am heutigen Pappelweg.

Personen auf dem obigen Foto: links, Ernst Mäule (1901 - 1968); rechts, Oskar Mäule.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                          eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 16. September 2017

Freitag, 15. September 2017

Oberhausen, 1927: "Kronenwirt" Hermann Reiff feiert mit seiner Frau Maria die Goldene Hochzeit.

Personen: rechts, Hermann Reiff / "Kronenwirt" (9.1.1850 - 2.6.1936); links, Maria Reiff, geb. Elwert
(6.3.1851 - 11.6.1928). Die "Goldene Hochzeit" wurde am 21.6.1927 gefeiert.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 13. September 2017

Unterhausen, um1960: Heuernte im Holzelfinger Tal.

Quelle: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                     eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 12. September 2017

Als Maschinen die Handarbeit ersetzten: Dreschmaschine im landwirtschaftlichen Anwesen des Wilhelm Mistele in der Nebelhöhlestraße.

 Der Dreschschuppen wurde im Jahr 1925 erbaut. Das ehemals zugehörige, landwirtschaftliche Anwesen (rechts), des Wilhelm Mistele, wurde um 1715 errichtet, zwischenzeitlich ist es durch einen Neubau ersetzt worden. Die auf dem Foto sichtbare Fachwerkmauer (links) gehörte zum Bauernhaus des Paul Epple und seiner Frau Maria, erbaut um 1825. Heute "Gabis Haarstudio".
Ein weiterer Dreschschuppen mit Maschine existierte im ehemaligen Oberhausen in der Walterseestraße. Erbaut im Jahr 1948, umgebaut 1952, betrieb hier Ernst Bader mehrere Jahre lang eine Lohndrescherei.


Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 11. September 2017

Tag des offenen Denkmals, 10. SEP 2017 - eine bundesweite Aktion unter dem Thema: "Macht und Pracht". Hier: Landratsamt Reutlingen, Kreisarchiv.



Die im Landratsamt Reutlingen präsentierte Vitrinenausstellung zum Thema "Macht & Pracht" verdeutlichte durch historische Bilder und andere Schätze aus dem Kreisarchiv, wie Architektur als Mittel für Repräsentation eingesetzt wurde. Mit einem Drohnenflug um das Schloss Lichtenstein konnte man das "Märchenschloss" im oberen Echaztal aus neuen Blickwinkeln kennen lernen.

Einen festen Platz in der Ausstellung haben auch das Schloss Urach sowie die Burgen im Lautertal als Paradebeispiele für Machtdemonstration und Repräsentationsanspruch weltlicher Herrscher. Das Münster Zwiefalten hingegen vertritt als wohl prachtvollstes Bauwerk im Landkreis die geistliche Herrschaft. Zur Ausstellung gehören ein Inschriftenstein aus der Mönchsgruft des Zwiefalter Klosters von 1541. Weitere interessante Ausstellungsstücke werden in den Vitrinen ausgestellt.

Das Landratsamt, im Stil der Neurenaissance von 1903 bis 1905 erbaut, ist wohl das repräsentativste Gebäude seiner Art in Reutlingen. Eine Einführung in die Geschichte und Symbolik, des seit über 60 Jahre vom Kreistag genutzten Großen Sitzungssaals, gab der Leiter des Kreisarchivs Dr. Marco Birn.

Den Abschluss zum Tag des offenen Denkmals im Landratsamt Reutlingen bildete eine Autorenlesung. Die Kreisarchivarin Bianca Röschl las aus ihrem Debütroman "Runentanz" vor, dem ersten Band einer regionalen Jugendfantasy-Trilogie.

Textauszüge + fotografierte Objekte: Landratsamt Reutlingen / Kreisarchiv.

Fotos / 10.9.17, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 10. September 2017

Günther Frick, an seinem 1. Schultag, im Jahr 1949.

68 Jahre später zeigt der Lehrerssohn den interessierten Besuchern, in den Vereinsräumen des "Geschichts- und Heimatvereins Lichtenstein", am Sonntag, den 10. September, ein originell eingerichtetes, altes Klassenzimmer. Mit großem Engagement und Sachverstand hat hier der 2. Vereinsvorsitzende viele, ehemals schulisch genutzte Utensilien zusammengetragen.
Am Tag des offenen Denkmals sind die Räumlichkeiten in Unterhausen, in der Ludwigstraße 8, von 14 bis 17 Uhr geöffnet.


Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 9. September 2017

Unterhausen, 1970: Ehemaliges Gelände der "Firma Fallscheer".

Foto: Winfried Reiff / Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                               eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 7. September 2017

Aus dem vergorenen Apfelsaft erwächst Dir neue Lebenskraft.

Auf dem Foto ist Helmut Munz beim Befüllen der Mostobstpresse bei seinem Onkel Karl abgebildet. Die Oberhausener "Mostete" befand sich einstmals in der Goethestrasse / umgangssprachlich "im Kohlbrunnen".

Das Foto stammt aus dem Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                        eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 6. September 2017

Lichtspiele Unterhausen, im Januar 1957: "Ein Mann muss nicht immer schön sein ...". Jugendverbot!

Samstags und sonntags wurde die ehemalige Turnhalle, nördlich der alten Uhlandschule, als Kino genutzt. 
 Der ehemalige "Adlersaal" wurde von Fabrikant Burkhardt der Gemeinde Unterhausen überlassen. In vielen freiwilligen Arbeitsstunden wurde dieser von Mitgliedern des Turnvereins Unterhausen  abgebaut und an o.g. Stelle als Turnhalle neu aufgebaut. Am 16.9.1923 wurde diese "neue Turnhalle" eingeweiht. Durch mehrere Um- und Anbauten  konnte die Halle für die verschiedensten Veranstaltungen genutzt werden. Heute steht an diesem Platz die neue Uhlandschule.

Quelle: Amts- und Mitteilungsblatt / Der Gemeindebote vom 19.01.1957                     Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 5. September 2017

Albaufstieg durch das Echaztal: Wie seit Jahrzehnten ist dieses Thema auch heute noch brandaktuell!

Das oben abgebildete Plakat stammt aus dem Jahr 1986 bzw. 1990. Das damalige JUZELI (Jugendzentrum Lichtenstein) war maßgeblich im Arbeitskreis bzw. der Bürgerinitiative "Albaufstieg" mit engagiert. Bezüglich der Verkehrsdichte auf der Unterhausener Ortsdurchfahrt (B 312) ist die Vision des Künstlers im aktuellen Jahr 2017 fast schon Wirklichkeit geworden. Die unmittelbar bevorstehende Eröffnung des Achalm-Tunnels bewirkt dann den historischen Super-GAU (-STAU).

Plakat: Agit-Druck-JUZELI                                                                                  Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 4. September 2017

Oberhausener trifft Unterhausener - nach Jahrzehnten wieder: "Woisch au no ...?"

Personen: links, Klaus Bader, überzeugter Oberhausener, z.Zt. wohnhaft in Pfullingen; rechts, Erwin Reiff, ehemals wohnhaft in der Charlottenstraße 14, jetzt Kleinengstingen (genannt: "Essi" / auch: "Greifensteiner"). Sein gleichnamiger Vater war "d'r Hausemer Wägner". Bekannt war er durch die Herstellung seiner "Davoser Schlitten".

Foto, vom SEP 2017: Dieter Bertsch                                                                              Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 2. September 2017

Feuerwehr, 1954: Die "Hellen" und die "Dunklen".

Die Betriebsfeuerwehr der "Baumwollspinnerei Unterhausen" (BSU) ist in heller Uniform angetreten. In dunkler Uniform sind die Mitglieder der "Freiwilligen Feuerwehr Unterhausen" eingekleidet.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 1. September 2017

Der ehemalige "Friseur Salon Baur" in Unterhausen.

Im Jahr 1930 gründete und eröffnete in der Wilhelmstraße 69, bei Herrn Heinrich Schnizer, Friseurmeister Heinrich Baur einen Damen und Herrensalon zusammen mit seiner Frau Clara. Später wurde der Salon in die Wilhelmstraße 62 verlegt, ins Haus Schrade. Während des 2. Weltkriegs arbeitete Frau Baur im Damensalon und zeitweise auch im Herrensalon mit.

Im Jahr 1950 kaufte Herr Baur das Geschäftshaus von Sattlermeister Vöhringer, Wilhelmstraße 54, wo er dann nach einem Umbau den Damen- und Herrensalon etablierte und eröffnete das neue Geschäft unter dem Namen: "Damen und Herren, Friseur, Parfümerie",  welches vom Ehepaar Baur geführt wurde.

Die Töchter Edith und Ute haben beide das Friseurhandwerk erlernt. Ab April 1974 wurde bis zur endgültigen Schließung des Salons das Unternehmen von Friseurmeisterin Ute Baur betrieben.

Foto + Textauszüge: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                       Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 31. August 2017

Elektro-Schaltschrank - für die Stromversorgung - in der ehemaligen "Baumwollspinnerei Unterhausen" (BSU).


Foto: Martin Schopf  / 2017                                                                                                                    eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 30. August 2017

CVJM-Aktivität im Jahr 1929: Ober-/Unterhausener Bergvagabunden.

Folgender Bericht ist erhalten:

Am Freitag, 16. August 1929, um 3 Uhr morgens, war Abfahrt bis Oberstdorf und dann erfolgte eine Fußwanderung durch die  wunderschöne Breitachklamm zum Freibergsee und dann weiter bis zum südlichsten Ort Deutschlands, nach Einödsbach. Am anderen Morgen ging es in aller Frühe mit vollgestopften Rucksäcken hinauf auf die Berge, wo die Gämsen weiden und es jedem freier ums Herz wird.  Der Schweiß floss uns zwar in Strömen von der Stirn, bis der letzte Berggipfel, die Mädelegabel (2643 m) erklommen war. Die schöne Fernsicht belohnte aber unsere Mühen. Bald zogen dichte Nebelschwaden die Täler herauf. Dieses veranlasste uns, rasch weiter zu gehen, zur Kemptener Hütte. Gerade rechtzeitig gelangten wir ins Tal und fanden ein schützendes Dach, da ergoss sich ein gewaltiger Gewitterregen aus dem wolkenverhangenen Himmel. Nach diesem erlebnisreichen Tag erreichten wir müde und abgekämpft wieder den Ort Oberstdorf. Am 3. Tag ging es dann noch das Oytal hinaus zum Stuibenfall; dann traten wir am Abend die Heimfahrt an. Wir sind für diese beeindruckenden Tage dankbar, dass wir bei schönem Wetter und in brüderlicher Verbundenheit diese Tage erleben durften! Wie wir später hörten, hatten wir ideales Bergwetter gehabt, da nach unserer Rückkehr eine länger anhaltende Schlechtwetterperiode eintrat.

Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 29. August 2017

Honauer Steige im Februar 1958: Militärkonvoi unterwegs zur Muna-Haid.

Das Foto zeigt Mannschaftswagen und Feldhaubitzen (amerikanischer Bauart) auf dem Weg zum Einzug in die Kasernen-Neubauten zur Muna-Haid bei Großengstingen. Die 3. Battererie des Luftlande-Artillerie Batallions 9 war bis dahin in der Funkerkaserne in Esslingen aus Raummangel von dem in Böblingen stationierten Batallion untergebracht.

Textauszug: Reutlinger GEA, vom 04. FEB 1958                                                           Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 28. August 2017

1938: Friedrich-List-Straße (B 312) am ehemaligen Ortsausgang von Oberhausen - Richtung Honau.

Gebäude links: Ehemalige "Bäckerei Rettich", heute Bushaltestelle und Beginn der Oberhausener Steige.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 27. August 2017

Pfingstmontag 1933: Die Holzelfinger Fuhrgemeinschaft ist startklar!

Personen von links nach rechts: Karl Fromm, Fritz Tröster, Christian Brendle.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 26. August 2017

Wilhelm Geiger: Von 1918 bis 1933 Schulrektor in Unterhausen.


Wilhelm Geiger, geb. 23.11.1867 in Stuttgart / gest. 15.05.1942 in Reutlingen.

In seinen Lebenserinnerungen hat er über seine Dienstaufnahme an der vierklassigen Schule in Unterhausen, am 3. Mai 1918, folgendes vermerkt:
"In Bezug auf die Ordnung und die Zucht ließen die Werktags- und Fortbildungsschüler manches zu wünschen übrig. Ich brauchte alle Energie und Strenge die nötige Disziplin und Ordnung herzustellen. Besonders war das Verhältnis der älteren Schüler zu ihrem Pfarrer geradezu ein Jammer."

Er erzählt dann, er hätte den Religionsunterricht halten müssen, da der alte Mann (also der Pfarrer) nicht mehr in der Lage war, bei den 14-jährigen Jungen Zucht zu halten.

Dann heißt es weiter: "Es soll hier kein herbes Zeugnis über den schon älteren Pfarrer sein sondern ein Beweis, wie die lange Kriegszeit einen bösen Geist des Widerspruchs, der Auflehnung und der Gleichgültigkeit gegen bestehende Ordnungen gefördert hat."

Bilder: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                      eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 25. August 2017

Die Woche ist mal wieder geschafft! Freitagabends am Stammtisch im "Gasthof zum Stern".

Fotoquelle, 2017: Martin Schopf                                                                                                             eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 24. August 2017

Um die 450 Honauer Lebensjahre ruhen sich verdientermaßen aus.

Die Aufnahme wurde am 13. Juni 1981, anläßlich der Honauer Krautmesse gemacht.

Erstveröffentlichung: 19. NOV. 2009
Foto: Heinz Reiff                                                                                                                                       eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 23. August 2017

Honau aus dem Blickwinkel eines Rotmilans.

Erstveröffentlichung: 30. NOV. 2009.
Fotoquelle: Alfred Betz                                                                                                                            eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 21. August 2017

1895: Die "Echaznixe" des Gustav Adolf Heid an der Echazquelle in Honau.


Vom Bildhauer Gustav Adolf Heid ist kaum noch etwas bekannt. Lediglich, dass er  in der s.g. "Elfengrotte" (1897),  beim Honauer Bahnhof, eine Gips-Grotte mit Elfen angefertigt hat.

Die vom Honauer Verschönerungsverein gestaltete Anlage an der Echazquelle wurde später mutwillig zerstört, vermutlich mit der Nixe.

Bilder: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                             Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 20. August 2017

Samstag, 19. August 2017

In Holzelfingen ist noch keiner verdurstet!

Das Foto aus dem Jahr 2007 zeigt Richard Tröster mit seinem Enkelsohn.

Am 19. + 20. August findet in Holzelfingen die traditionelle "Hockete" statt!

Fotoquelle: Familie Richard Tröster, Holzelfingen                                                                                 eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 18. August 2017

"Erstklässler " der Hauff-Schule / Unterhausen - im September 1954. Buben des diesjährigen 70ger-Jahrgangs als Grashalme verkleidet.

Personen von links nach rechts: Bernd Bauer (+), Rolf Hinger, Dieter Bertsch, Martin Bussmann, Kurt Schwanzer, Joachim Reiff, Ulrich Mutschler, Werner Munz. In Uniform: Polizei Lutz.

Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 17. August 2017

1990: Die "gute Seele" vom "Gasthof zum Stern": Sophie Scheuermann.

Foto: Archiv Familie Blötscher / Bley                                                                                                     eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 16. August 2017

Das Alte muss dem Neuen weichen: Was der "Durchgangsstraße Ost" im Wege steht, wird 1973 abgebrochen.

Foto: Archiv GHV-Lichtenstein                                                                                                               eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 15. August 2017

"Neuoberhausen" bzw. "d'Kolonie"

Foto / 1960: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                              eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 14. August 2017

"D'Oberhausener Mühle".

Bis heute ist der umgangssprachliche Zuordnungsbegriff: "Oberhausener Mühle" bei der alteingesessenen Bevölkerung erhalten geblieben.

1764 wurde die Getreidemühle , die mit zwei Wasserrädern angetrieben wurde, erstellt. Adam Vöhringer war der letzte Mühlenbesitzer als der Betrieb nach dem 1. Weltkrieg eingestellt wurde. 1920 haben die Gebrüder Vöhringer das Gebäude umgebaut, zunächst eine Stickrahmenfabrikation und später eine Sperrholzfabrik eingerichtet. Immer wieder wurde das Areal kräftig erweitert, bis die immer knapper werdenden Platzverhältnisse letztendlich einen Standortwechsel erforderlich machten. Das Anwesen wurde abgebrochen und auf dem Grundstück entstand ein Wohnpark.

Foto: GHV-Lichtenstein / Archiv der Familie Vöhringer                                               Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 13. August 2017

Das Schwabentum sieht im Schloss Lichtenstein die Verkörperung des bodenständigen Württemberg.

Emma Kottmann beschreibt in ihrem Heimatbuch "Schwabenland" den Lichtenstein wie folgt (Atlantis-Verlag Berlin):
"... das Geschlecht der früheren Herren von Lichtenstein soll bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, Funde um den Lichtenstein  werden mit der Keltenzeit in Verbindung gebracht. Im 15. Jahrhundert kam der Lichtenstein an die Grafen von Württemberg und war den Kämpfen der Städter ausgesetzt.
Das Volk liebte den Lichtenstein in der Dichtung seines frühvollendeten Dichters Wilhelm Hauff, dessen Denkmal auf einem Felszacken hoch über dem Tal steht, den Graf Wilhelm von Württemberg im Jahr 1840 im Stil des Mittelalters durch den Altmeister Heideloff an der Stelle des früheren Jagdschlosses errichten ließ.
Über die Zugbrücke zwischen den beiden Felsen kommen wir durch den Hof und die Waffenhalle auf den Turm, von dem sich eine unumschränkte Aussicht bis hinab ins schwäbische Unterland und zu den dunklen Höhenrücken des Schwarzwaldes, an klaren Tagen bis zu den Alpen erschließt.
Tief unten im Honauertal liegen wie in so manchem Albtal Papierfabriken und Spinnereien, die den hochwertigen ländlichen Arbeiter seiner heimatlichen Scholle und seinem Dorf erhalten, statt ihn in die Stadt zu ziehen.
Gegenüber dem Lichtenstein und Gießstein erklimmt die Reichsbahn über eine Zahnradstrecke in starker Steigung die Höhe, verschnauft ein wenig beim Bahnhof  Lichtenstein und fährt dann leicht beschwingt über die Alb, durch die lutherischen Berge über Schelklingen nach Ulm.

Am Pfingstmontag wird es auf der Steige zum Lichtenstein und im Dobel besonders lebendig, wenn Tausende hinaufziehen zur Pfingstwiese zwischen der alten, von Hauff im Ulrichlied besungenen und der neuentdeckten Nebelhöhle mit  den unterirdischen Hallen, in denen die schneeweißen Tropfsteingebilde flimmern ...."
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch